Treppengeländer

Dieses Treppengeländer ist aus Multiplexplatten geschnitten, die gegen die Treppenwange und miteinander verschraubt wurden.
Multiplex-Platten – damit sind Furnier-Sperrholzplatten gemeint, die aus mindestens 5 gleich starken Furnierlagen (Mittellagen) aus zumeist Buche, Birke, Fichte oder Ahorn mit Dicken von 0,8-2,5 mm bestehen. Die Anzahl der Mittellagen variiert je nach Gesamtdicke (bis zu 80 mm) und gewünschter Optik von 5 bis 35 oder mehr Lagen.
Das Ausrichten der Maserung gegeneinander erhöht die Formstabilität der Platten und ist verantwortlich für das charakteristische Streifenmuster an den Schnittkanten. Es gibt diese Platten in verschiedenen Stärken bis 80mm, z.B. auch in etwa 30 oder 40 mm Stärke, geeignet für Treppengeländer oder als Tisch- oder Schreibtischplatten.
Multiplexplatten bekommt man allerdings nicht in den Baumärkten sondern muss dazu den Holzhandel aufsuchen.

Das Material lässt sich mit Kreis- und Stichsäge wunderbar verarbeiten. Man kann Formen heraus- bzw. hineinschneiden, mit der Stichsäge im 45º Winkel die Kanten abwinkeln und auf diese Weise weiche runde Formen schaffen, die mit Bandschleifgerät, Schleifklotz oder Schleifschwamm abgerundet und so glatt geschliffen werden, dass seine Kanten völlig entgratet und im täglichen Umgang benutzbar sind.
Vermutlich gibt es angesichts der verbreiteten Normierungswut in Deutschland Normen, die besagen, wie groß die Öffnungen im Treppengeländer maximal sein dürfen, damit z.B. kein Kinderkopf hindurchpasst. Ich habe mich in diesen Fragen eher auf mein Augenmaß, Gefühl und ästhetisches Empfinden verlassen. Denn selbst wenn ein Kind seinen Kopf hindurch stecken kann, um besser sehen zu können, was Mama da unten macht, so bietet diese Art von Geländer auch gute Möglichkeiten, sich dabei festzuhalten.
Zuletzt die Oberfläche z.B. mit Leinölfirnis behandeln und evtl. noch Hartwachs darauf reiben. Dann kann man nach Jahren der Benutzung das Werkstück noch mal abschleifen und den Oberflächenschutz erneuern.